| Haltung Zwergkaninchen sind Fluchttiere und brauchen ziemlich viel Auslauf, das kann nicht oft genug betont werden. Zwergkaninchen lieben es auch mal zu hüpfen und Haken zu schlagen oder mal wie verrückt im Kreis zu rennen, deshalb brauchen sie auch nach "oben" Bewegungsfreiraum. Die im Handel erhältlichen Ställe und Käfige sind für den Bewegungsdrang der Tiere völlig unzureichend. Wenn ein Zwergkaninchen in einem solchen Käfig gehalten werden soll, muss unbedingt für wenigstens vier bis sechs Stunden täglich für Freilauf gesorgt werden. Nur so kann sich eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung vollziehen.
Tragen Sie Sorge dafür, dass sich keine Feinde dem Stall oder Käfig nähern. Die Tiere bekommen Angst und schlimmsten Falls besteht Gefahr für ihr Leib und Leben. Aber auch das Zwergkaninchen sollte gehindert werden unabsichtlich zu fliehen und sich dadurch in Gefahr zu bringen. Offene Terrassentüren, Kabel etc. sollten unbedingt vermieden werden.
Zwergkaninchen sind allein niemals glücklich. Sie sind Gruppentiere und in höchstem Maße gesellig. Allein können sie nicht kommunizieren, miteinander spielen und sich gegenseitig putzen. Damit Ihre Tiere ein glückliches Leben haben sollten mindestens 2 Tiere zusammen gehalten werden.
Die Größe der Gruppe ist ausschlaggebend für die Zusammenstellung bei Zwergkaninchen. Ausgehend von der kleinsten Gruppe von zwei Tieren in einer Haltung harmonieren folgende Kombinationen zusammen (von nicht alltäglichen Sonderfällen abgesehen):
- ein kastrierter Rammler und eine Häsin hat sich als beste Kombination erwiesen; - unter Umständen können zwei Rammler zusammen passen, sie müssen aber kastriert sein, optimal währen Wurfgeschwister; - zwei Häsinnen, ebenfalls wenn es sich um Wurfgeschwister handelt, harmonieren selten;
Es ist im Interesse des Tieres wenn Sie auf unkastrierte Rammler verzichten. Das Tier sorgt instinktiv immer wieder für Nachwuchs, ansonsten entwickelt es Frust. Leben zwei unkastrierte Rammler zusammen kommt es in absehbarer Zeit zu heftigen Machtkämpfen, die schwere Verletzungen zur Folge haben können. Ein Außengehege ist mit Sicherheit die artgerechteste Haltung, aber auch Stallhaltungen können akzeptable Wege bieten. Egal welche Haltungsart, optimale Sicherheit ist sehr wichtig. Zwergkaninchen mögen keine zu warme Umgebung, je kühler desto besser. Heizungsluft schadet ihren Atemwegen, Durchzug zum Beispiel unmittelbar unterm Fenster, muss auch vermieden werden. Die Aufmachung mit natürlichen Utensilien wie Äste und Zweige, Korkröhren oder hohle Baumstämme und Steine ist wichtig. So fühlen sich die Tiere, fast wie in freier Natur.
Ganz gleich ob Sie Ihr Kaninchen in der ganzen Wohnung laufen lassen oder in einen Extra-Raum mit Auslauf halten, das gesamte Gebiet muss kaninchengerecht sicher gestaltet werden. Folgenden Punkten sollten besonders beachtet werden:
- Pflanzen dürfen nicht erreichbar sein; - Kabel sollen sicher abgedeckt werden; - gefährliche Gegenstände und Treppen benötigen eine Sicherung; - sämtliche zufallende Türen benötigen eine Sicherung (Klemmschutz)
Eine Toilette, ähnlich einem Katzenklo, ist notwendiger Bestandteil eines Kaninchengeheges. Katzenstreu ist aber als Einstreu ungeeignet, da dieses synthetische Geruchsbinder beinhaltet, die Vergiftungen hervorrufen können. Sägespäne oder Strohpellets beziehungsweise Holzpellets eignen sich sehr gut als Einstreu.
Es ist wichtig Insekten vom Kaninchenstall (innen oder außen) fernzuhalten. Fliegengitter eignen sich zum Verhängen oder Bespannen von Türen oder Gehegegittern. |